LCN Bus System

Die LCN Bus Lösung hat zwei für mich entscheidende Vorteile. Die Verkabelung ist denkbar einfach und fast ohne Zusatzkosten, da für den Bus selbst nur eine zusätzliche Ader verlegt wird. D.h. für einen Raum wird neben 3 Adern für L1, N und PE noch eine Ader für den Bus (D=Daten) verlegt. Diese Ader wird im gleichen Leerrohr bzw. Kabel verlegt. Wenn man dann noch für alle Lichter und Schaltbaren Steckdosen die Leitungen in die Verteilung zieht, kann man bequem in der Verteilung die Verdrahtung auf die nötigen LCN Bauteile vornehmen.

Im Gegensatz zu anderen Bus-Systemen wie z.B. KNX oder Loxone, wird kein separates „BusNetz“ benötigt. Ein solches Netz muss parallel zur herkömmlichen Verkabelung installiert werden. Darüber hinaus macht es bei einem Neubau Sinn, für jedes Licht oder schaltbare Steckdose, je eine zusätzliche Ader zu verlegen. Damit können die kostspieligen intelligenten Schalter in der Fläche, auf wenige große Relais in der Elektroverteilung konzentriert werden. Auch bei möglichen Fehlern/Störungen, behält man so u.a. eine bessere Übersicht.

Der zweite Vorteil ist das jede Komponente des Bus-Systems eigenständig arbeitet ohne eine zentrale Komponente. Fällt ein Bauteil aus, läuft alles andere ohne Probleme weiter.

LCN Bus ins LAN bringen

2014 - Für eine Visualisierung und dem Steuern über das Handy/App, wird in meinem Fall die LCN Umgebung über die LCN-PKU mit einem USB Kabel an eine Raspberry PI2 mit linhk angeschlossen. Die linhk ist ein vorinstalliertes und sehr abgespecktes Linux, wo die „Daten“ auf einem USB Stick abgelegt sind. Durchschnittliche PC Kenntnisse vorausgesetzt, ist selbst für nicht ausgewiesene Linux Enthusiasten, der Umgang mit dieser Lösung gut möglich. Über diese Schnittstelle, habe ich dann eine Anbindung mit Openhab realisiert.

2019 - Mittlerweile gibt es unter Koppler bei LCN auch eine fertige Lösung LCN-PKE, die via LAN/WLAN ins "Netz" gebracht werden kann. Von LCN gibs dann noch die LCN-GVS/LCN-GVSHome. Damit sind noch weitere Alternativen verfügbar.

 

Rollos

Alle Rollos habe ich auf Relais LCN-RxH gelegt. Die kann ich dann über die Schalter in den Räumen direkt ansteuern. Ferner über Logiken im LCN-Bus (z.B. Gruppen), oder aber auch im Openhab (Siehe Sonnenschutz).

 

Beleuchtung / Steckdosen

Für alle Lichter in den Wohnräumen habe ich LCN-SH und (wenn ich eine Ader in die Verteilung vergessen habe ) UPPs verwendet. Im Außenbereich und für Schaltbare Steckdosen habe ich Relais LCN-RxH verwendet.

 

Schalter

Hier kommen sowohl neben verschiedene LCN-GTx Typen, auch herkömmliche Taster zum Einsatz. Die „normalen“ Taster werden über entsprechende Adapter an den Bus angeschlossen. In jedem Raum habe ich min. ein LCN-GT6 verbaut. Damit habe ich gleich einen Temperatursensor, der dann wiederum für die Heizungssteuerung genutzt werden kann. Im Bereich Flure und Garage habe ich normale Taster eingebaut.

 

Lessons learned

Die Glasflächentaster von LCN sind für unerfahrene Gäste gewöhnungsbedürftig. Für Gäste würde ich am Eingang zum GästeWC herkömmliche Taster spendieren.  Gleiches gilt für den Eingang / Ausgang zum Wohnbereich.

Alternativ dazu habe ich den Bewegunsmelder für das GästeWC aktiviert, welcher das Licht schaltet. Natürlich dann wenn es auch entsprechend dunkel ist.

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